Klappentext

Das Paradies ist die Hölle.
Im Paradies kannst du nicht leben,
im Paradies vegetierst du
unter der Schönheit des Gebotenen,
der Garten Eden bleibt unbewohnbar

A.P. Schlöglmeier beschreibt die Kälte der Menschen,
lässt seine vielseitige Figur David MosesWessely
von Niederlage zu Niederlage stolpern –
imWien der 80er Jahre, als Politikberater, Sektenführer
und angesehenes Mitglied der Gesellschaft.
Der Held bleibt zumeist stumm und gelassen,
ein moderner Felix Krull, ein Hochstapler,
der betrügt und manipuliert, ein verzweifelter Schelm
auf der Suche nach dem Paradies.

Ein trauriger Roman,
ein humorvoller Roman,
ein bösartiger, destruktiver,
heimtückischer Roman,
ein Schelmenstück.

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Vorwort

Man distanziert sich. Vorsorglich sei gesagt, dass wohl alle Anspielungen und als Tatsachen dargestellte Ereignisse dieses Buches auf reiner Fiktion beruhen. We-der ist es möglich, auf diese – an Unmoral und Verwerflichkeit kaum zu überbietende Art – durchs Leben zu schreiten, noch sind die Gegebenheiten und Rahmenbedingen dafür gegeben. Ausnahmslos alle sich in diesem Machwerk scheinbar als Politiker, Geschäftsmänner, Mediziner, Geistliche und andere ehrenwerte Persönlichkeiten tarnende Individuen sind im wirklichen Lebensraum etwas anderes, als sie tatsächlich standesgemäß zu sein haben: Verehrenswerte, edle und vertrauenswürdige Mitglieder der Gesellschaft. Sollte ein anderer Eindruck entstehen, so ist dieser auf höchster Ebene verwerflich und weder erwünscht noch wünschenswert. Wahr ist viel mehr, dass ehrliches und aufrich-tiges Bedauern jenen entgegen gebracht werden muss, welche immer wieder an der Honorigkeit, Charakterstärke, Unbestechlichkeit und ehrlichem Bemühen zur Verbesserung der Gesellschaft oben angeführter Persönlichkeiten zweifeln.

Inhaltsverzeichnis

ERSTES BUCH…
schweigen …

EINS – ZWISCHENSTÜCK – DER ZÖGLING PAUL A. – ZWEI – DIE VERSUCHTE FLUCHT DES ZÖGLINGS PAUL A. – DREI – DES ZÖGLINGS GERECHTES SCHWEIGEN – VIER – DIE GELUNGENE FLUCHT DES ZÖGLINGS PAUL A. – FÜNF – DER STURZ DES PAUL A. UND DIE GEBURT DES BORIS GRÜNTNER – SECHS – DER ONKEL DES BORIS GRÜNTNER – SIEBEN – KUMMT A FRAU … – ACHT – DAS EINE UND ANDERE UNMORALISCHE GESCHÄFT DES THEODOR GRÜNTNER – NEUN – GELEHRT WERDEN – ZEHN – DER WILLKÜRLICH GEWÄHLTE ACHTZEHNTE GEBURTSTAG DES BORIS GRÜNTNER – ELF – EIGENE GESCHÄFTE UND LIEBE – ZWÖLF – ZWISCHENSTÜCK – ICH BIN KEIN SCHLECHTER MENSCH – DREIZEHN – AUFBRUCH

ZWEITES BUCH…
suchen …

VIERZEHN – ZÜRICHER TAGE UND TRANSAKTIONEN – FÜNFZEHN – ANFANG UND ENDE DER WELT – SECHZEHN – ÜBER DIE UNBEWOHNBARKEIT DES PARADIESES – SIEBZEHN – BANKGESCHÄFTLICHES – ACHTZEHN – SCHULD UND SÜHNE – NEUNZEHN – DIE REISE DER GUTEN MENSCHEN – ZWANZIG – EINLEITUNG WEITERER EINTRÄGLICHKEITEN – ZWISCHENSTÜCK – EINUNDZWANZIG – QUADRATRECHNUNG DES KAPITALS – ZWEIUNDZWANZIG – DIE GELASSENHEIT DES MARCEL BRUNNER

DRITTES BUCH…
finden …

DREIUNDZWANZIG – DAS MÄRCHEN VON AUFSTIEG UND FALL DES SCHÖNEN VINCENZ (Teil 1: Aufstieg) – ZWISCHENMÄRCHEN – DAS MÄRCHEN VON AUFSTIEG UND FALL DES SCHÖNEN VINCENZ (Teil 2: Fall) – ZWISCHENSATZ – ENDE DER WIENER GEMÜTLICHKEIT – ZWISCHENSTÜCK – VIERUNDZWANZIG – SKANDINAVISCHES INTERMEZZO – FÜNFUNDZWANZIG – MOSES – SECHSUNDZWANZIG – SIEBENUNDZWANZIG

ELF

Moses ergibt sich dem Vergnügen vorzustellen: Pedro Ernesto Vargas, Profession Pizzakoch. Lustiger, dickbäuchiger Zeitgenosse, der, zweimalig verheiratet und ebenso oft geschieden, durch einen Wink des Schicksals, genauer gesagt, durch einen Anruf eines Verbindungsmanns des Skandinaviers, der jemanden kannte, dessen Cousin vierten Grades jemandes Bekanntschaft das Vergnügen zu haben hatte, der wiederum den Geschäftsführer einer ausgezeichnet florierenden Pizzeria – Restaurante Verona – in seiner Erinnerung aufspürte, der eventuell Beziehungen spielen lassen konnte, damit dem Skandinavier Pizzaofen und Pizzaschaufel nicht ohne zugehörigen Pizzakoch geliefert werden mussten, was für den Verbindungsmann des Skandinaviers einem geschäftlichen und somit auch persönlichen Konkurs gleichgekommen wäre, das heißt, die Auftragslage von Seiten des Geldhügels drastisch vermindert hätte, wenn nicht sogar zum Erliegen gebracht hätte, der Skandinavier also den Verbindungsmann aus seinem Telefonregister gestrichen hätte. Weiterlesen

SECHSUNDZWANZIG

Glauben Sie mir: Gestern wurde David Moses Wessely verhaftet. Gestern wurde dieser seltsame Mann am Flughafen Frankfurt verhaftet. Der Gute war aus der Karibik gekommen, somit braungebrannt, gelassen und entspannt. Wie auch die Aufzeichnungen der Frankfurter Überwachungskameras bestätigen, hatte der ungefähr fünfundvierzigjährige Mann den zuständigen Beamten zur Sicherung der EU-Allgemeinheit bereits zolltechnisch passiert – die Einreise in die große europäische Einigkeit war somit bereits getan – ging auch einige Schritte, bleibt dann allerdings stehen, scheint nun – sehen Sie genau hin – einige Sekunden zu überlegen – wie auch die später befragten Zeugen bestätigen sollen – macht in Folge kehrt, wartet geduldig bis der Beamte eine weitere Kontrolle abgeschlossen hat, knallt – einhellig wird dies bestätigt – knallt also seine kleine Reisetasche auf den Schalter, kramt ein wenig herum und befördert – in von der Überwachungskamera gestoppten sechsundvierzig Sekunden Weiterlesen

Verlagsjubiläum

A.P. Schlöglmeier, über die Unbewohnbarkeit des Paradiese, Roman, Verlag Edition Zaunreiter

„1 Jahr Edition Zaunreiter“

Termin: Mittwoch, 24.10.07, ab 18:30
Ort: Cafe Galerie Kandinsky, 1070 Wien

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